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07. Jul 2020, 19:30 Uhr
Stadthalle Kirchheim unter Teck

Sophokles

Antigone

Der göttliche Fluch gegen Ödipus, der seinen Vater getötet und vier Kinder mit seiner Mutter gezeugt hat, ist an seine Söhne weitervererbt worden. Nach Ödipus’ Tod haben sich Polyneikes und Eteokles im Kampf um Theben gegenseitig getötet. Als neuer Herrscher verfügt Kreon, dass Polyneikes nicht bestattet werden darf. Dessen Schwester Antigone kann dies nicht zulassen. Sie stellt sich in ihrer Hingabe an das höhere göttliche Gebot gegen die menschliche Pflicht und bestattet ihren Bruder gemäß den traditionellen Vorschriften. Antigone fürchtet den Tod und riskiert doch alles. Ihr radikales Handeln gefährdet die Staatsräson. Kreon spricht ein Todesurteil gegen Antigone aus und lässt sie lebendig einmauern. So entsteht ein verhängnisvolles Wechselspiel, das schließlich sowohl Kreons Sohn und Antigones Verlobten Hämon als auch Kreons Gemahlin vernichten wird.
Schon vor 2500 Jahren stellte Sophokles mit seiner Tragödie das Publikum vor das Dilemma: Kann man das Recht so einfach definieren, wenn es um Menschen geht? Die politischen und moralischen Konsequenzen von Antigones Geschichte sind bis heute spürbar: Auf der einen Seite der Staat mit seiner Logik des Machterhalts und der Sicherheit; auf der anderen Seite die Freiheit und Würde des Menschen.


Württembergische Landesbühne Esslingen

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4. Abonnementaufführung und freier Verkauf